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Historie |
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Übergabe des AVF-"Archivs" durch den vormaligen Geschäftsführer Hans Jürgen Heimrich an den künftigen 1. Vorsitzenden Karl-Heinz Schreiber (so geschehen im Herbst 2008)
Entwicklung vom VFS zum AVF
am 12. Februar 1963 durch Georg Harro Schaeff-Scheefen initiierten 'Fränkischen Autorenkreises' im Saal der Fischerzunft in Würzburg gegründet worden. Der erste 1. Vorsitzende war Schaeff-Scheefen auf eigenen Wunsch nur für wenige Monate, der zweite 1. Vorsitzende war Willy R. Reichert, ihn löste sein Stellvertreter Alo Heuler als dritter 1. Vorsitzender ab.
Die Gründung dieses Verbandes blieb nicht ohne die erwünschte Wirkung nach außen: man wurde auf diesen Kreis aufmerksam, und kein Geringerer als Rudolf Ibel, früher mit dem 'Kreis der Jüngeren' in Würzburg eng verbundener sprachkundiger und sprachkritischer Literaturwissenschaftler, hielt dem jungen Verband den Festvortrag. Die Stadt Würzburg stiftete damals nicht zuletzt aus diesem Anlaß einen Kulturpreis, den Friedrich Schnack aus der Hand von Oberbürgermeister Helmut Zimmerer entgegennahm. Mitglieder des jungen Verbandes waren damals u. a. Herman Gerstner, Georg Schneider, Hans Pflug- Franken, Eugen Skasa-Weiß, Adalbert Jakob, aber auch viele Jüngere, unter anderem Engelbert Bach und Gottlob Haag.
Bewegt und stürmisch waren die ersten Verbandsjahre unter Willy R. Reichert, der sich besonders um die Mundart bemühte. Bald wurde in Kitzingen die Mundartkommission des Verbandes gegründet, der neben den Mundartautoren auch Vertreter der Presse und des Rundfunks sowie die Heimatpfleger angehörten. Man hatte sich gemeinsam zur Aufgabe gemacht, die Mundartdichtung in Franken näher an die modernen Strömungen in dieser Gattung heranzuführen (Artmann in Österreich, Marti in der Schweiz) und sie Abstand gewinnen zu lassen von der bisherigen Reimklingelei und Pseudoidyllik. Sie sollte aufnahmebereit und aufnahmefähig werden für Probleme der Gegenwart (Technisierung, Arbeitsleben, veränderte Situation im bäuerlichen Bereich, Zeitkritik). Diese Vorgaben stärkten die sich im fränkischen Bereich entwickelnden Ansätze einer eigenständigen Mundartdichtung, (damals) repräsentiert durch Gottlob Haag, Engelbert Bach, Wilhelm Staudacher und nicht zuletzt durch Willy R. Reichert selbst.
1974 wurde Otto Schmitt-Rosenberger (Würzburg) vierter 1. Vorsitzender nach dem Tod seines Vorgängers Alo Heuler; Stellvertretende Vorsitzende wurde damals Inge Meidinger-Geise, der später Irene Reif folgte. In der Geschäftsführung wurde Hans-Werner Dienel durch Peter Aumüller abgelöst; von 1984 bis 1998 folgte Hans König. Ehrenvorsitzender war Kurt Karl Doberer, Ehrenmitglieder waren Hermann Kesten, G. Harro Schaeff-Scheefen, Caroline Schaeff und Hans König.
Das vormalige Logo 2001 trat Otto Schmitt-Rosenberger von seinem Amt zurück und wurde neuer Ehrenvorsitzender. Zum fünften 1. Vorsitzenden wählte die Mitgliederversammlung im Oktober 2001 Peter Rosner (Forchheim). Nach dem Tod von Irene Reif übernahm das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden Ulrike Rauh (Nürnberg). Die Geschäftsführung lag seit Herbst 1998 bei Hans Jürgen Heimrich (Dittelbrunn). Auf der Mitgliederversammlung 2001 in Würzburg wurde beschlossen, den Namen des Verbandes in AutorenVerband Franken e. V. (AVF) zu ändern.
2003: 100. Geburtstag von G. Harro Schaeff-Scheefen
Da 2008 Peter Rosner und Ulrike Rauh nicht mehr zur Wahl antraten, wurde Karl-Heinz Schreiber (Goldbach) zum sechsten 1. Vorsitzenden und Helmut Stauder (Hösbach) zum 2. Vorsitzenden gewählt. Die spannende Herausforderung besteht nun darin, unter Wahrung der Tradition den Verband für neue Ideen und junge Mitglieder attraktiv werden zu lassen.
2009: 25. Todestag von G. Harro Schaeff-Scheefen
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